@ 2016 by Markus Koeck

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Nasca – Ica – Paracas

March 26, 2018

So, nachdem wir erfolgreich aus den Bergen an die Küste gefahren sind, sind wir an der Stadt Nasca vorbeigekommen. Na, ja, nicht ganz zufällig, denn die etwas unscheinbare Wüstenstadt hat besonderes zu bieten. Die hier ansässige Nasca-Kultur hat große Geoglypen hinterlassen. Bilder in der Wüste, die teils mehrere hundert Meter lang sind. Ein paar davon kann man über einen Aussichtsturm an der Panamericana besichtigen, richtig gut geht das aber nur mit einem Flugzeug. So sind wir einfach zum Flughafen gefahren, wo schon einige Unternehmen auf einen warten. Nach ein paar Unfällen vor ca. 9 Jahren wurden hier die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft. Es werden nur noch spezielle Unternehmen zugelassen und es ist ein Co-Pilot Pflicht. Viele, die wir getroffen haben übertreffen sich gerne damit, zu prahlen wie günstig sie denn nicht den Flug bekommen hätten. Uns ist ein sicherer Flug wichtiger als 10 Euro zu sparen. Deshalb haben wir uns für eine renommierte Linie entschieden.

 

In so einer 8 sizigen Cesna, ist es schon was anderers als in einem Linienflugzeug. Alles Flugbewegungen bekommt man ungefiltert mit und auch Turbulenzen übertragen sich direkt. So habe ich bereits nach wenigen Sekunden weisse Fingerknöchel. Nicht weil ich mich selbst festhalten muss, sondern weil Julia meine Hand derart fest drückt. Das wird sich bis zur Landung nur kaum ändern.

 

Zum fotografieren bekomme ich dann meine Hand doch hie und da zurück. Nach nur ein paar Flugminuten erreicht man bereits das erste Bild. Der Pilot macht eine scharfe Rechtskurve und kreist drüber. Der Co-Pilot fungiert als Guide und erklärt worauf es ankommt. Nette Schräglage nur wenige hundert Meter über dem Grund. Dann kommt Julias Lieblingsansage am heutigen Tag „ and now from the left side“. Ein Schwenk auf die andere Seite und ein Linkskurve folgen. Meine Hand kann jetzt den Fotoapparat nicht festhalten, sie muss als Nagelkissen für Fingernägel herhalten. Das ganze 16 mal bis zur Landung.

 

Man kann erkennt u.a. einen „Astronauten“, einen Affen, einen Kolibri, eine Spinne und einen Baum ...

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Adrenalinkick müssen wir uns etwas entspannen. Also auf in die nahegelegene Oase von Huacachina bei Ica. Aus der Entspannung wird nur so schnell nichts. Dort haben findige Bastler alte Pick-ups mit V8 Motoren zu Sandbuggies umgebaut. Mit bis zu 9 Personen fahren diese aufgemotzten Boliden hier durch die Dünen. Schnell noch Pauli sicher abgestellt und dann rein ins Vergnügen. Achterbahn fahren war gestern. Die Piloten kennen ihre Dünen Gott sei dank sehr gut. Mit Vollgas die Düne rauf, im Steilhang umgedreht und wieder runter, über Dünen mit Vollgas rauf und auf der anderen Seite wieder runter. Wir sind ja selbst schon mit Pauli in Dünen unterwegs gewesen, aber das ist eine ganz andere Liga. Hier geht’s richtig ab. An der höchsten Düne bleibt unser Taxi dann stehen und wir bekommen Sandboards und dürfen bäuchlings darauf runterrutschen. Ein Heidenspaß. Den Abend lassen wir es dann aber entspannt bei einem (oder mehreren?) Pisco Sour ausklingen.

 

 

 

Tags darauf geht es nach Paracas. Vor der Hafenstadt liegen Inseln, auf denen sich so manches Meeresgetier tummelt. Seelöwen, Humboldt-Pinguine und Blaufußtölpel sollten dabei sein. Leider wird es nichts aus dem Ausflug. Zu viel Wind für die Überfahrt. Zu viel Wind? Ich hab doch, wie wir Pauli geparkt haben ein Schild für eine Kiteschule gesehen? Ich will es nochmal wissen. Da ich schon seit 4 Jahren nicht mehr am Board gestanden bin, ist mir ein bisschen mulmig zu Mute. Sobald ich aber meine Leihausrüstung in Händen halte, ist dieses Gefühl verflogen. Kite aufpumpen, Leinen auslegen, starten und raus aufs Wasser. Ist wie Fahrradfahren. Das Bewegungsmuster verlernt der Körper nicht. Das perfekte Timing ist eine andere Sache und so beschränke ich mich an diesem Tag auf hin- und her cruisen. Der alte Herr will sich ja nicht unnötig blamieren ...

 

 

 

 

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