@ 2016 by Markus Koeck

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Sucre

March 2, 2018

 

Sucre ist die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens. Auch wenn Regierung und Parlament in La Paz sitzen und von dort aus die Geschicke des Landes bestimmt werden. Der Oberste Gerichtshof des Landes sitzt immer noch in Sucre.

 

Sucre ist eine schmucke mittelgroße Stadt (250.000 EW) mit sehr gut erhaltenen kolonialem Erbe. Die Stadt hat wirtschaftlich einen Dornröschenschlaf hinter sich, was sich fürs Stadtbild jedoch als äußerst positiv bemerkbar macht. Viele weiß getünchte Kolonialbauten, Plätze und Gassen, die von Cafés und Restaurants überquellen und jede Menge dazugehörige Touristen. Und dazu ein quirliger Mercado Central, wo man alles aus der Region kaufen kann, mit einer gelungenen Saftbar, wo frische Säfte und Obstsalate angeboten werden. Ausgleich und Ruhe kann man dagegen im parkähnlichen Friedhof der Stadt finden.

 

Auch wir gesellen uns zu den Touristen und zwar sogar eine ganze Woche lang. Es geht ans Spanisch lernen. Für Julia nur Wiederholungen und was zur Festigung in der Sprache, für mich jedoch Horror pur. Meine sehr nette jedoch unglaublich strenge Lehrerin bringt mich innerhalb der Woche auf ein neues Level. Jetzt brauche ich nicht immer meine Frau zum übersetzen (wenngleich es trotzdem besser ist, glaubt es mir einfach) ...

 

Die Stadt Sucre ist für die bolivianische Geschichte sehr wichtig. 1825 wurde hier die erste Verfassung des souveränen „Alto Peru“ verfasst und damit die Unabhängigkeit von Spanien proklamiert. Der erste Präsident Boliviens, Simon Bolivar, war dann auch Namensgeber für das Land.

 

Dass die Bolivianer generell sehr politisch sind und schnell mal protestieren oderauch streiken, haben wir auch miterlebt. Die Diskussion geht zur Zeit vorallem darum, ob Evo Morales für eine dritte Amtszeit kandidieren darf, obwohl dies gegen die aktuell gültige Verfassung ist, die er selbst in Kraft gesetzt hat. In einem Referendum dazu vor einem Jahr haben die Bolivianer NEIN gesagt. Jetzt wird mit allen Mitteln versucht, dies trotzdem zu ermöglichen. Dies kann in den nächsten Monaten noch für gehörige Spannung sorgen.

 

 

 

 

 

 

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