@ 2016 by Markus Koeck

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La Paz und El Alto

March 2, 2018

 

Ein gefährlicher Moloch, den man tunlichst meiden sollte. Raubüberfälle, Kidnapping etc. stehen an der Tagesordnung. So zumindest kann man die Aussagen in verschiedenen Berichten zusammenfassen.

 

Ganz ungefährlich sind Großstädte und vor allem solche in Südamerika nie, keine Frage. Wir hätten uns mit dem Auto eigentlich ja auch nicht hineingewagt, aber wir haben es dann doch gemacht, und sogar mehr ...

 

... wir haben einen Schlafplatz benötigt und sind über iOverlander auf das Hotel Oberland gestoßen. Ein schweizerisch geführtes Hotel an der Peripherie, das auch einen sicheren Stellplatz zum Campen anbietet. Mit allem Luxus und Schweizer Speisekarte im Restaurant. (Züricher Geschnetzeltes, Cordon Bleu, Eiskaffee, Rösti, ...) – wir haben es uns gut gehen lassen. Und dann haben wir dort auch noch Gerd kennen gelernt. Gerd, ein deutscher der schon immer in Südamerika lebt, und seit 37 Jahren in La Paz, arbeitet unter anderem als Reiseführer. Sein Ruf ist ihm bereits voraus geeilt, zumindest bis zu uns - und wir nehmen sein Angebot an, eine Stadtführung zu machen. Diese Führung ist einfach genial. Nicht nur, dass Gerd sehr viel geschichtliches Wissen hat und auch einiges zur aktuellen Lage im Land weiß, die Stadt wird mit dem modernsten Verkehrsmittel erkundet – mit Seilbahnen. Der österreichische Seilbahnbauer Doppelmayr hat hier in La Paz ein Netz aus Seilbahnen installiert, die es erlauben die Stadt von oben zu betrachten und schnell voranzukommen. In den Straßen herrscht währenddessen Chaos durch tausende Kleinbusse und Taxis. Wir verbringen den gesamten Tag in der Stadt und fühlen uns nicht einmal unsicher. Selbst am El Alto, der einen äußerst schlechten Ruf hat. Uns verwundert, dass dieser Teil sich extrem zu entwickeln scheint. Kaum Anzeichen von Slums, dafür geteerte Straßen und für bolivianische Verhältnisse, hübsch herausgeputzte Häuser. Ebenfalls herausstreichen kann man den Hexenmarkt im Zentrum von La Paz. Dort bieten kleine Geschäfte alles nötige für die Schamanen. Von Kräutern, kleinen Öfen für die Holzfeuer und Figuren, bis zu Lama Föten. All das wird benötigt, wenn der Bolivianer zu seinem Schamanen kommt um sich reinigen zu lassen, um Flüche anderer zu bannen oder selbst jemand zu verhexen. Es wird um Wohlstand, Gesundheit und Glück gebeten. Dieser Schamanenkult ist stark in der gesamten Gesellschaft verwurzelt. Selbst Manager und Politiker bedienen sich dieser Lebensberater. Dieser Kult lässt sich gut mit der katholischen Kirche vereinbaren und so wird vor der Beichte schon mal der Schamane aufgesucht ...

 

Dass wir die nächsten Tage, aufgrund fehlender Umgehungsstraßen mitten durch die Stadt müssen, ist für uns dann soweit kein Problem. Mit angepasster Fahrweise und ein wenig „Touristenbonus“ schaffen wir es in vernünftiger Zeit, ohne Crash oder jemanden zu überfahren. Als wir dann die Stadt aber hinter uns haben, sind wir ziemlich erleichtert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung: Sollte das jemand vom Salzburger Magistrat oder jemand zuständiger vom Land Salzburg für Verkehr lesen, bin ich gerne bereit einen detaillierten Bericht zu liefern – dies wäre sicher eine denkbare Lösung für unsere schöne aber chronisch verstopfte Mozartstadt. Falls nicht bitte gerne an entsprechende Personen weiterleiten.

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