@ 2016 by Markus Koeck

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Salta und Jujuy

February 5, 2018

Die beiden Provinzen ganz im Norden Argentiniens sind landschaftlich sehr vielfältig. Im Süden von Salta, rund um das Städtchen Cafayate, wird Weinbau betrieben. Auf über 1500m Seehöhe, in einer trocken-heißen Landschaft. Da wechseln schon mal Kakteen mit Weinbergen ab. Weiter geht es durch eine atemberaubende Schlucht mit bunten Felsformationen Richtung der Stadt Salta. Diese überrascht uns mit heftigen Regenschauern, und so nutzen wir den Tag nur zum Auffüllen unserer Vorräte. Wir fahren weiter nordwärts über einen wunderschönen, Pass auf der Ruta 9 nach San Salvador de Jujuy. Die Strecke führt durch den südlichsten Ausläufer der Yungas. Das Gebiet des Yungas, das vor allem in Bolivien die ostseitigen Hänge der Anden prägt, wollen wir uns später auch noch ansehen. Das Klima ist warm-feucht mit üppiger Regenwald Vegetation. Westseitig, zum Andenhauptkamm hin erhebt sich die Puna. Eine Hochebene mit ca. 4000m die sich nach Bolivien hinein erstreckt und dort an das Altiplano grenzt. Durch diese Hochebene Schneiden Täler und Schluchten. Die bekannteste und von der UNESCO ins Welterbe der Menschheit aufgenommen ist die Quebrada de Humahuaca. Diese Schlucht, die viel mehr einfach ein Tal ist führt nordwärts von S. S. de Jujuy bis in das Dorf Humahuaca. Am Weg dorthin passiert man gleich zu Beginn den Provincional Park Yala. Ein kleiner Park mit typischer Yungas-Vegetation, kleinen Lagunen und heißen Quellen, perfekt zum übernachten und morgens ein Bad zu nehmen. Weiter nordwärts biegt von der Schlucht die RN 52 nach Westen ab. Wir folgen dieser nur kurz um uns die farbenprächtigen Felsen rund um Purmamaca anzuschauen. Nur unweit weiter nördlich, wieder in der Q. de Humahuaca liegt das Städtchen Tilcara mit einer Pre-Inka-Siedlung, einer sogenannten Pukara. Diese ist sehr gut restauriert und zeigt die Geschichte vor und auch während der Zeit der Inka in der Gegend. Wir kommen am 1. Februar, dem Vorabend zu Maria-Lichtmess hier an. Die Virgen (die Jungfrau Maria) wird hier noch ausgiebig gefeiert. 3 Tage dauert das Fest und wird mit lauten, nicht immer ganz harmonischen Klängen begleitet. Am nächsten Tag erreichen wir gegen Mittag Humahuaca und geraten in den Höherpunkt des Marienfestes. Der Prozession. Es wird eine Statue der Maria durch die Straßen zu verschiedenen Plätzen und zur Kirche getragen. Immer begleitet von verschiedenen Gruppen mit Trommeln und selbstgebastelten Pan-Flöten ausgestattet. Hauptsache laut.

Wir fahren weiter auf die Puna, entlang von Lagunen zurück zur Ruta 52. Diese führt asphaltiert über die Salinas Grandes, einen Salzsee auf 3500m Seehöhe gelegen. Hier wird Salz im industriellen Maßstab abgebaut und wir erhaschen eine erste Idee wie es am Salar in Uyuni sein könnte. Wir übernachten in dieser Höhe und wollen am nächsten Tag über den südlicher gelegenen Schotterpass Paso Sico nach Chile weiter. Dies ist jedoch wegen der anhaltend starken Regenfälle in der Region nicht möglich und so entscheiden wir uns auf der Ruta 52 zu bleiben und über den Paso Jama zu fahren.

 

Der Paso Jama ist durchgehend sehr gut ausgebaut und asphaltiert und führt von Salta nach San Pedro de Atacama in Chile. Der Grenzübergang liegt auf ca. 4320m, der Scheitelpunkt der Strecke aber in Chile auf über 4800m. Hier oben wird die Luft schon ganz schön dünn und jeder Meter den man geht ist anstrengend. Trotzdem müssen wir alle paar Meter stehen bleiben – zum fotografieren. Wir sehen auch bereits die ersten Flamingos. Die letzte Rampe runter nach San Pedro (4300m bis 2500m) geht fast ausschließlich in der Falllinie und man sieht die Wüstenoase schon von weitem.

 

Wir haben das Gefühl jetzt so richtig in Südamerika angekommen zu sein. Die Bevölkerung ist fast ausschließlich indigen geprägt. Das zeigt sich auch im Temperament, der Lautstärke und der Intensität mit der zum Beispiel Feste gefeiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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