@ 2016 by Markus Koeck

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Carretera Austral

January 19, 2018

So, nachdem wir im Dezember durch den Erdrutsch bei Villa Santa Lucia die Carretera nicht weiter fahren konnten, und bereits nach den ersten Kilometern umdrehen mussten, haben wir jetzt bei der Rückfahrt die Gelegenheit genutzt und sind, nachdem wir einen Teil durch die argentinische Pampa zurück gefahren sind, über den südlichsten Pass zwischen Argentinien und Chile, der fahrbar ist wieder rüber nach Chile. Der Paso Raballo ist wirklich großartig. Die Anfahrt auf der Argentinischen Seite sind bereits über 70km Schotter. Der Weg führt durch Steppe, dann in höheren Lagen durch Almengegend. Man ist nahezu allein. Der Grenzposten ist ebenfalls sehr klein. Der argentinische Posten will gleich Selfies mit uns und Pauli machen. Auch der chilenische Posten, der dort oben mit seiner Familie lebt ist sehr entspannt. Korrekt aber entspannt. Wir haben noch etwas Käse mit, den wir nicht einführen dürfen. Deshalb gleich mal eine Scheibe der süßen kleinen Tochter des Grenzbeamten in die Hand gedrückt, den Rest als Käsesandwich verarbeitet und aufgegessen - passt.

 

Die Rampe auf der chilenischen Seite ist einfach nur traumhaft. Eine gute aber schmale Schotterpiste führt durch das Naturreservat Patagonia. Gegründet von einer Amerikanerin zu Schutz der dort lebenden Hirschart Huemul. Übrigens das einzige Wildtier, das wir hier nicht zu sehen bekommen haben. Neben dem Puma natürlich. Die gesamten Anden, aber vor allem das Gebiet vom Torres del Paine bis weit rauf über das Seengebiet ist Pumaland – angeblich. Zu Gesicht bekommt man den scheuen Jäger kaum.

 

Der erste Ort auf der Chilenischen Seite ist Chochrane. Eine kleine Stadt, die uns mit bestem Wetter empfängt. Auch wenn der Dorfplatz recht hübsch herausgeputzt ist, wir sind fast südlichen Ende einer Region, die kaum erschlossen ist und auch nicht zu den reichsten in Chile gehört.

 

Die Weiterfahrt nach Norden an den Flüssen und Seen entlang ist grandios. Am Lago General Carerra machen wir eine Bootstour zu Marmorformationen direkt auf Seeniveau – mit etwas Phantasie erkennt man Hundekopf, Kathedrale und Kapelle. Auch wenn die Tageszeit und damit der Sonnenstand an diesem Tag nicht perfekt sind – ein wunderschöner Ausflug.

 

Direkt bei Porto Tranquillo, dort wo wir mit dem Boot weggefahren sind, geht nach Westen eine Schotterpiste in das Exploradores-Tal. Dort, rund um den höchsten Gipfel Patagoniens sind viele Gletscher zu bewundern. Diese speisen den Fluss, der durch das Tal fließt und sich immer wieder zu Seen weitet. Durch die exponierte Lage zum Pazifik hin, ist das Tal nicht gerade für sein gutes Wetter berühmt. Wir haben das ortsübliche Wetter in vollem Umfang genossen. Bekannt ist die Gegend auch durch die Bucht von San Rafael wo ein Gletscher direkt ins Meer kalbt. Wir haben diese Tour nicht gemacht, Gletscher haben wir schon genug gesehen, und die Preise sind für die Tour massiv überzogen. Dafür haben wir es uns bei Ricardo am Campingplatz La Nutria gemütlich gemacht. Ein kleiner Platz mit Stellplätzen, privaten Toiletten und Dusche und einer sehr schön angelegten Kochhütte. Wir wurden dann auch gleich mit Waffeln und Kaffeelikör verwöhnt. Die Churasco von Ricardo muss man auch probiert haben ...

 

Es geht weiter nordwärts. Vorbei an der Stadt Cohaique, in den Nationalpark Queluat mit dem berühmten hängenden Gletscher, der sich über eine Felswand schiebt und dort bedrohlich drüber hängt – zumindest lt. Reiseführer und Infos von anderen Reisenden. Der Klimawandel und damit sich verändernden Meeresströmungen haben in den letzten Jahren zu sehr heißen Sommern und milden Wintern geführt. Der Rückgang des Gletschers hier ist ziemlich erschreckend. Wo vor wenigen Jahren noch Eis über die Felsen gehangen ist, stürzt jetzt ein riesiger Wasserfall mit Schmelzwasser runter. In der Bucht von Queluat hatten wir das Glück Seehunde und Delfine beim Fischen beobachten zu können. Die Speicherkarten der Kameras haben geglüht, die Akkus gestöhnt.

 

Da der Erdrutsch bei Villa Santa Lucia noch nicht geräumt ist, es aber eine Lokale Umleitung zum Pass nach Argentinien gibt, haben wir dann die Carretera beim Futalefu-Pass verlassen. Auch dieser Schotter-Pass ist wunderschön in der Natur gelegen. Futalefu und der dazugehörige Fluss sind ein beliebtes Rafting- und Kayak-Revier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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