@ 2016 by Markus Koeck

 

Kuba 2016

Vorneweg: Wir planen schon seit Jahrzehnten nach Kuba zu fahren.

 

Jetzt müssen wir fast fahren, um Kuba noch das post-revolutionäre authentische Kuba vorzufinden.

 

Durch die vermehrte Öffnung gegenüber dem Westen erwarten wir einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel, dessen Auswirkungen man im Vorhinein nicht abschätzen kann.

 

also: VAMOS

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Kuba begeistert. Es begeistern uns die fröhlichen, lebenslustigen und gastfreundlichen Menschen, die koloniale Architektur, die archaischen Fortbewegungsmittel, die wunderbaren Landschaften und die schönen Strände.

 

Kuba ist arm, an manchen Ecken sogar sehr arm. Die Menschen haben oft nur das nötigste zum überleben und schlagen sich irgendwie durch. Aber Kuba ist auch Salsa. Kuba ist fröhlich und die Menschen lassen sich nicht unterkriegen. Und vor allem: Kuba ist sicher. Tranquillo eben. Wir haben ausschließlich nette Begegnungen mit Kubanern gehabt und dass Julia spanisch spricht macht sich mehr als bezahlt. Wir kommen mit einingen ins Gespräch, erfahren einiges über sie und auch ihre Sorgen. Kubaner sind sehr interessiert und auch gut gebildet. Austria - ah Mozart und Ferdinand Porsche war oft zu hören (ja, auch den Braunauer kannten sie ...), oder: "dann sprecht ihr ja deutsch" ; einige die wir getroffen haben waren zur Zeit der DDR in Deutschland und haben dort gearbeitet. 

 

Kuba ist Musik, Kuba ist Tanz: Von allen Ecken und Plätzen kommt Musik, teilweise geplant, teilweise spontan. Dann wird alles verwendet um Geräusche zu machen. Kaum ein Kubaner, der, wenn er Musik hört sich still halten kann. Zuerst beginnen die Hände im Takt zu schwingen, dann die Hüften und die Beine. Egal ob 4 oder 84. 

 

Kuba ist Sozialismus: Stolz präsentieren die Kubaner ihr sozialistisches Erbe. auf großen Schautafeln, in Form von riesigen Monumenten - da unterscheidet sich der kubanische Sozialismus kaum vom europäischen zur Zeit der Sowietunion. 

 

Kuba ist Rum: Die Wirtschaft Kubas ist stark assoziert mit dem Anbau und Handel von Zuckerrohr aus dem Zucker gewonnen wird - der Rohstoff aus dem Rum entsteht. Und da wo Rum ist, sind auch Cocktails nicht fern. Wir haben einige tetestet, und ich glaub ich weiss jetzt wo es den besten Mojito auf Kuba gibt :-).

 

Kuba ist Zigarren: Mindestens so bekannt wie der kubanische Rum sind die Havannas. Zigarren bester Qualität. Tabak wird angebaut, getrockent und sortiert und zu feinen Zigarren gerollt. Aus dem Abschnitt werden Zigarillos und Zigaretten hergestellt. 

 

Kuba ist Kolonialismus: Alt-Havanna, Trinidat, Santiago de Kuba, Cienfuegos ... lauter Kolonialstädte mit eigenem Flair. Das hat auch die UNESCO erkannt und einige alte Bereiche zu Weltkulturerben erklärt. Ob es die Gebäude im Spanisch-maurischen Stil mit Arkadengängen, Balkonen und Patios sind, oder die typische Kolloninalmöbel in edlen Hölzern in den Räumen oder auf den Veranden.

Trinidad ist ein Schatzkästchen mit wildem Kopfsteinpflaster und wirkt daher als Besuchermagnet. Ab 18 Uhr sind jedoch die Tagesausflügler weg und es wird gemütlicher, aber nicht ruhiger, dafür sorgen schon die ganzen Musikkneipen.

Alt Havanna wird zur Zeit gerade herausgeputzt. Dem Verfall preisgegebene Häuser werden aufwändig und originalgetreu restauriert.

Santiago nennt sich die Hauptstadt der Karibik - fast bescheiden, wie Kubaner eben sind. Santiago ist Karneval. Wenn auch nicht so groß oder bekannt wie Rio, aber mindestens so begeistert. 

Und manchmal finden sich auch Piraten. Die Piraten aus alten Zeiten natürlich, Henry Morgan und co. 

 

Kuba ist Karibik: Weisse Sandstrände, türkisfarbenes Wasser, Königs- und Kokospalmen, Bananenstauden, Mangroven, Anannas und Papaya ...

 

Kuba ist Oldtimer: Überall auf der Insel fahren die Autos aus den 40ern und 50ern durch die Straßen und auch auf den Überlandstrecken sind sie unterwegs. Teilweise notdürftig geflickt, manchmal aber in bestem Zustand - neu lackiert und chromglänzend. Auch alte Kipplaster werden verwendet - als Überlandtaxis.